Unsere Forderungen und Ziele

Primäres Ziel der Kampagne ist die Umsetzung folgender Forderungen durch die Stadt Leipzig und die Stadtwerke! Für genauere Erklärungen könnt ihr einfach auf die Forderungen klicken. Außerdem haben wir unten noch einige generellere Ziele der Kampagne aufgeführt.

1. Die Stadt Leipzig und die Stadtwerke legen eine zukunftstaugliche, technologisch klare und transparente Wärmestrategie vor!

Die Stadt Leipzig ist gesetzlich dazu verpflichtet, bis 2026 ihre kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Kern unserer Forderung ist, dass diese kommunale Wärmeplanung einen technologisch klaren und transparenten Weg zu einer klimaneutralen Zukunft vorzeichnet.

Zukunftstauglich & Klimaneutral: Eine weitere Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Gas oder Holz gefährdet unsere Zukunft. Leipzig hat sich selbst als Ziel gesetzt, bis 2038 klimaneutral zu sein, und muss alles dafür tun, damit das auch wirklich passiert.
Bislang sieht es allerdings nicht so aus, denn:
a) Nach wie vor befindet sich ein Biomassekraftwerk potentiell in Planung, was Wärme durch das Verbrennen von Holz erzeugen würde.
b) Die Stadt Leipzig plant einen wesentlichen Teil der Fernwärme aus Abwärme vom Chemiepark Leuna zu beziehen. Diese Abwärme besteht aber im Wesentlichen wiederum aus dem Verbrennen von fossilen Energieträgern.


Realistisch: Zu einer realistischen Planung gehört natürlich ein Einschätzung, wie viele Haushalte durch Fernwärme versorgt werden können, und wie andere Haushalte versorgt werden können. Dabei muss auch die gezielte Förderung von Arbeitsplätzen im Tiefbau, in der Heizungstechnik und in Planungsbüros eine wesentliche Rolle spielen.

Technologisch klar: Im Rahmen der Heizungsdebatte der letzten Jahre wurde immer wieder von Technologieoffenheit geredet. Zu oft wurde dieser Begriff eingesetzt, um sich eben nicht damit auseinanderzusetzen, wie wir heute bestehende Probleme mit bereits heute existierenden Technologien lösen können.
In Bezug auf Leipzig kritisieren wir, dass Leipzig Wasserstoff-Verbrennung als Zukunftslösung präsentiert. Abgesehen von der technologischen Unklarheit gibt es wissenschaftlichen Konsens darüber, dass Wasserstoff als Heizstoff nicht wirtschaftlich sein wird. Stattdessen ist wahrscheinlicher, dass Wasserstoffinfrastruktur eine Ausrede ist, weiterhin mit Erdgas zu arbeiten.
Wir fordern daher technologische Klarheit: Statt darauf zu hoffen, dass entgegen aller wissenschaftlichen Erwartungen Wasserstoff zum Heizen von Privathaushalten eingesetzt werden kann, brauchen wir Realismus. Wir brauchen klimaneutrale Technologien, die bereits jetzt funktionieren, zum Beispiel oberflächennahe Geothermie und Wärmepumpen.

Transparent: Für die normale Leipziger Stadtbevölkerung ist es im Moment nicht möglich, nachzuvollziehen, was genau die Stadtwerke und die Stadt selbst planen, wer sie berät, wie diese Pläne im Einklang mit den obigen Forderungen stehen, und wie die Pläne fortschreiten. Schon seit Jahren hat die Stadt es versäumt, ihre Wärmestrategie zu veröffentlichen. Wir fordern daher, dass eine Website eingerichtet wird, auf der die Stadtbevölkerung regelmäßig auf dem Laufenden gehalten wird bezüglich der Planungen und Fortschritte der Stadt.
Im gleichen Zuge fordern wir, dass die Stadt mehr Beteiligung der Bevölkerung ermöglicht.

2. Endgültiger Stopp der Planung des Holzheizkraftwerks und Ausstieg aus der Holzverbrennung

Bereits jetzt beziehen die Stadtwerke einen Teil ihrer Elektrizität durch die Verbrennung von Holz, der als sogenannter „erneuerbarer Rohstoff“ bezeichnet wird. Ein weiteres Holzkraftwerk zur Wärmeversorgung ist seit Längerem in Planung. Diese Planungen müssen umgehend und endültig verworfen werden, und es müssen Planungen zum Ausstieg aus den bestehenden Holzkraftwerken her. Siehe dazu auch die folgende Einwohner*innenanfrage an den Stadtrat.

3. Fernwärme JA, Fossile Energien NEIN!

Die Fernwärmeversorgung ist ein wichtiger Baustein in der Wärmewende, und Leipzig schreibt sich gerne immer wieder ihre Fernwärmeplanung stolz auf die Fahne. Tatsächliche ist der Ausbau des Fernwärmenetzes notwendig für die Wärmewende, allerdings nicht allein ausreichend. Denn was zählt ist, wie die ins Fernwärmenetz eingespeiste Wärme erzeugt wird.
Wie schon oben beschrieben, darf dies eben nicht durch das Verbrennen von Kohle, Gas oder Holz (oder nicht verfügbarem Wasserstoff) geschehen.

4. Der Fokus auf Sozial Gerechte Umsetzung der Wärmewende, ohne steigende Nebenkosten!

Gesamtwirtschaftlich gesehen sind mit der Wärmewende enorme Kosten verbunden. Diese dürfen auf keinen Fall mehrheitlich von den Mieter*innen getragen werden.
Im Moment erlauben die gesetzlichen Regelungen Vermieter*innen, bei Sanierungen von Wohnungen und Häusern die Miete permanent zu erhöhen! Wir arbeiten deshalb zusammen mit der Kampagne Soziale Wärmewende Jetzt zusammen, um mit Mieter*innen in Kontakt zu treten und bundesweit Druck auf die Regierung auszuüben. Für genauere Details zur sozialen Frage der Wärmewende verweisen wir auf diese Argumente.